Die Förderung durch das Life Program der EU ist eine Bestätigung von g³ Green Gas als nachhaltige Alternative zu SF6 in Hochspannungsgeräten

EU unterstützt Entwicklung von SF6-freien 420-kV-Schaltanlagen

Am 26. September 2019 gab GE seine Strategie für Green Gas for Grid (g3) bekannt.  In dieser Strategie ist ein wichtiger Meilenstein die Entwicklung einer gasisolierten 420kV-Schaltanlage bis Ende 2022. Dieses Entwicklungsprogramm hat GE beim LIFE Program der EU, dem Finanzierungsinstrument der EU für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, eingereicht und die Zusage für eine zweijährige Zuschussförderung erhalten. Dieses von GE als „LifeGRID“  bezeichnete Programm bestätigt die Anwendung von g3 als eine wertvolle und nachhaltige Alternative zu SF6 in Hochspannungsanlagen.

Das LIFE Program wurde 1992 von der EU ins Leben gerufen. Es ist in die zwei Bereiche Umwelt und Klimawandel (auf welchen 25 % der Mittel entfallen) gegliedert.
2018 rief das Programm im Rahmen einer Ausschreibung zur Einreichung von Demonstrations-, Pilot- oder Best Practices-Projekten auf, die den Einsatz von SF6 Alternativen mit niedrigem Treibhauspotenzial aufzeigen – und genau dies wird GE mit dem g3-LifeGRID-Programm nachweisen.

Das LifeGRID-Projekt von GE hat eine Förderung aus dem LIFE Program der Europäischen Union erhalten

Das GE LifeGRID-Programm verfolgt das Ziel, die Reduzierung von Klimagasemissionen aus Hochspannungsschaltanlagen durch die Entwicklung von umweltfreundlicheren Schaltanlagen zu unterstützen. Im Rahmen von LifeGRID liegt der Schwerpunkt auf der Eindämmung des Klimawandels durch die Verwendung des von GE entwickelten g3 als Alternative zu SF6 in Leistungsschaltern. „Da die 420 kV Spannungsebene in den meisten europäischen Ländern die höchst betriebene ist, wird ein g3-isolierter 420kV-Leistungsschalter darlegen, dass die g3-Technologie grundsätzlich auf alle weiteren Spannungsebenen angewandt und auch auf alle verbleibenden gasisolierten Betriebsmittel übertragen werden kann“, so Yannick Kieffel, Leiter des GE Material- und Ökodesign-Teams und LifeGRID-Projektleiter.

LifeGRID-Projektleiter Yannick Kieffel und das LifeGRID-Team

Das LifeGRID-Projekt von GE steht dabei völlig im Einklang mit den regulatorischen Zielen und Ambitionen auf EU-Ebene: Klimaneutralität bis 2050

  • Pariser Abkommen: Begrenzung des globalen Temperaturanstieges in diesem Jahrhundert auf unter 2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter und weitere Anstrengungen, diesen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken
  • Das LIFE Program ist das einzige EU-Förderprogramm, welches spezifisch die fluorienierten Klimagase (F-Gase) betrachtet
  • LifeGRID fällt unmittelbar unter die Verordnung (EU) Nr. 517/2014 über fluorienierte Gase, die darauf abzielt, die F-Gas-Emissionen der EU bis 2030 um zwei Drittel gegenüber 2014 zu senken

Im Rahmen des LifeGRID-Projekts wurde eine länderübergreifende Zusammenarbeit mit der Universität Brünn in der Tschechischen Republik und dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie, INP – Greifswald in Deutschland vereinbart. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist der Aufbau einer Datenbank bezüglich den  g3-Gaseigenschaften, welche es den F&E-Experten von GE ermöglichen wird, die Entwicklung einer 420 kV gasisolierten Schaltanlage (GIS) zu beschleunigen und auch den Einsatz der g3-Technologie nicht nur auf dieser sondern auch auf allen darunter liegenden Spannungsebenen zu forcieren. Zudem wird die führende französiche Forschungsorganisation CEA sich an der Entwicklung des Leistungsschalters beteiligen und europäische Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) werden bei der Erprobung und Umsetzung des Endprodukts unterstützen.

Darüberhinaus könnte das LifeGRID Programm von GE auch dazu beitragen, die Einführung von g3 als alternatives Gas zu SF6 in weiteren Industriezweigen wie z.B. der Teilchenbeschleuniger-, Kernfusions- undMagnesiuminsdustrie oder auch bei der Anwendung von elektrostatischen Lautsprechernvoranzutreiben.

GE Renewable Energy’s Experten im Bereich  Grid Solution haben bereits Untersuchungen zur Definiton des optimalen Konzepts einer g3-isolierten 420kV-Schaltanlage gestartet. Dies ist der Anfang eines faszinierenden Weges hin zu einem umweltfreundlicheren 420kV-Übertragungsnetz, dem Rückgrat des europäischen Stromnetzes.